Die Marke

Geprägte Signatur von

Geheimrath Dr. Dettweiler

 

Die Modelle

Dettweiler´s No 1  

1889

Dettweiler´s No 2 

1889

Dettweiler´s No 1 

ab 1904

Dettweiler´s No 2

ab 1904  

Dettweiler´s Mignon mit Bodenkappe 1904/20

Dettweiler´s Mignon

mit Bodenkappe ab 1904

Dettweiler´s Mignon ohne Bodenkappe 1904/20

Dettweiler´s Mignon

ohne Bodenkappe ab 1904

Dettweiler´s No 1 

Einfache Verschlüsse

Dettweiler´s No

Einfache Verschlüsse

Found by Nikola Bunčić Der Grüne Heinrich

Dettweiler´s No 2 

... dasselbe in Grün

Dettweiler´s No 2  Milchglas, 1904

Dettweiler´s No

Milchglas, 1904

Dettweiler´s No 2 

Messing verchromt 19??

Dettweiler`s

gemarkter Verschluss

Dettweiler´s 

nummerierter Verschluss

Dettweiler´s 

nummerierte Bodenkappe

Die Verpackung

Gebrauchsanleitungen

auf der Verpackung

Deutsch

Englisch

Der Hersteller

Gebrüder Noelle

Lüdenscheid

Der Erfinder

Der Geheime Sanitätsrath Dr. Peter Dettweiler

Die Liege

© Privatarchiv B. Miller 

Der "Davoser Liegestuhl" wurde ebenfalls von Dettweiler entwickelt. Ein Exportschlager. Bald war der Stuhl in allen Schweizer Sanatorien präsent. Auch er wurde im "Zauberberg" detailliert beschrieben.

 

Die Ausstellung 

Annabel Slater

Tuberculosis The Romantic Disease
Blue Henry
Tuberculosis The Romantic Disease
Tuberculosis The Romantic Disease

Die Links

Lieb & Teuer NDR Fernsehen
Lieb & Teuer NDR Fernsehen
Kunst & Krempel BR
Kunst & Krempel BR


Schweiz
Schweiz
 Museum Sybodo
Museum Sybodo

Benjamin Miller

Zuletzt aktualisiert:

22.03.2017

Besucherzaehler

Die Konkurrenz schlief nicht ...

Zahlreiche Firmen in Europa brachten Taschenspuckflaschen für Tuberkulosekranke auf den Markt. Dettweilers Modelle waren Vorbild, aber die Ausführungen waren meist deutlich einfacher und damit preiswerter.

 

 

 

... und nicht alle Spuckflaschen blieben blau.

Taschenspuckflaschen
Holmegaard

Die einfachen Taschenspuckflaschen hatten meist eine Skala eingeprägt. Hiermit ließ sich die Menge des ausgeworfenen Sputums messen.

 

Holmegaard hatte 1909 auch Modelle von Dettweiler in seinem Katalog.

Einfache Spuckflaschen mit Schraubverschlüssen. Noch besitzt dieses Sparmodell zwei Öffnungen und ermöglichte ein energisches Durchspülen. Aber es fehlt der teure Springdeckel und der Trichter. Beides wird immer seltener.

Die Belle Epoque neigte sich ihrem Ende zu ...

Leune Paris

Glaswerk M. Leune, Paris
Glaswerk M. Leune, Paris

 

Ein Crachoir de Poche aus Paris. Der Deckel hat einen Bajonettverschluss und im Boden ist eingeprägt L N 7159/8

Dieses Modell wurde von 1901 bis 1924 hergestellt.

Die frühen Spuckflaschen wurden von Legras bezogen.

Warmbrunn, Quilitz & Co.

Zeitungsanzeige 1910, Berlin  Preisliste

 

Dieses Modell wurde von

Dr. Georg Liebe entwickelt. Es hatte ursprünglich einen Schraubverschluss mit Sprungdeckel und einfachem Clip. Später erhielt die Flasche einen Bajonettverschluss.

 

Pressglas-Pavillion

Dr. Liebe

 

Hübsch anzusehen, aber konstuktionsbedingt sehr unsicher. Der Konkurrent

Dr. S. Adolphus Knopf hat diese Flaschen deutlich kritisiert und die Gefahren beschrieben.

 

Museum of Health Care

Kny-Scheerer

Dr. Siegmund Adolphus Knopf hat eng mit Kny-Scheerer in Berlin und New York zusammengearbeitet. Ihm war die Sicherheit der Taschenspuckflaschen besonders wichtig.

Sehr deutlich kritisierte er die Mängel der konkurrierenden Billigprodukte und beschrieb die Gefahren.

 

 

Aus Sicherheitsgründen bevorzugte Knopf grundsätzlich Modelle aus Metall. Auch die Glasflaschen Dettweilers hat er schon um 1900 - in der Form unverändert - aus Aluminium fertigen lassen.

Taschenspuckflasche "Discret", 1901
Taschenspuckflasche "Discret", 1901
Taschenspuckflasche aus Aluminium, 1901
Taschenspuckflasche aus Aluminium, 1901

Diese von Knopf kreierte Taschenspuckflasche wirkt noch heute außerordentlich modern. Dettweilers Idee vom Trichter und Sprungdeckel hat er beibehalten. Allerdings fehlt die Bodenöffnung zur einfachen Reinigung.

 

Knopfs Hinweise zum Gebrauch von Taschenspuckflaschen

 

“When you cannot conveniently get at the stationary cuspidor, use a pocket spittoon. When away from home, or if the use of such a pocket flask or spittoon is not practicable, use squares of muslin simulating handkerchiefs or use Japanese paper handkerchiefs to expectorate in. Keep them in a leather pouch or in a pocket line with impermeable material until you can burn them on your return home. Ladies should divide their handbags into two compartments to serve the same purpose.”

Quelle

Dieses Objekt sieht der Taschenspuckflasche Discret sehr ähnlich, aber ob es tatsächlich eine Spuckflasche ist? Die Herkunft ist Italien. Der Hersteller ist allerdings unbekannt.

Manufaktur für chirurgische Instrumente Maison Charriére Collin & Cie, Paris

Manufaktur für chirurgische Instrumente Maison Charriére Collin & Cie, Paris

Collin produzierte 1901 diese metallene Spuckflasche mit zwei Drehverschlüssen. Die zylindrische Form wirkt noch futuristischer als die moderne Flasche von Knopf.

Dr. Guelpa

Dr. Guillaume (Guglielmo) Guelpa

 

Ähnlich wie Dettweiler, hat der in Paris lebende italienische Arzt Dr. Guillaume (Guglielmo) Guelpa seinen guten Namen als Marke auf diese metallene Spuckflasche prägen lassen.

1902 hat er sie erstmals präsentiert. Der Hersteller ist unbekannt.

 

Crachoir de Poche

Dr. Petit

Dr. E. P. Léon Petit

Dr. E. P. Léon Petit war der Leiter des Kinder-sanatoriums Ormesson in der Nähe von Paris. Wegen eines Finanz- und Spendenskandals in dieser Einrichtung, für den er nicht die Verantwortung trug, nahm er sich 1910 das Leben, an dem Tag, an dem die Betrügerin Sister Candide inhaftiert wurde.

 

Docteur Petit kreierte diese metallene Spuckflasche, die sogar die kritische Zustimmung von Adolphus Knopf erhielt.

 

Dr. Vaquier

Dr. Vaquier leitete das Kindersanatorium in Noisy-le-Grand. Er entwickelte speziell für kleine Kinderhände eine leichte und zierliche Taschenspuckflasche aus Aluminium. 1897 meldete er sie zum Patent an.

Adolphus Knopf übte heftige Kritik am Verschluss und an der Dichtung.

Dr. Moncour

Genauso wie Dettweiler und Guelpa hat es auch

Dr. Moncour aus Bordeaux gemacht. Er ließ seinen guten Namen auf das Glas prägen. Der Hersteller war wohl A.S.M. Das System war patentiert. Das Design durchaus attraktiv.

Beatson Clark & Co.

Einfache blaue Taschenspuckflasche aus Großbritannien, 1906

Einfache blaue Taschenspuckflaschen aus Großbritannien, 1906

Quelle

Maw Son & Sons Ltd

© Ivo Haanstra
© Ivo Haanstra

Taschenpuckflasche der Marke Santora. Hergestellt von Maw´s in London.

 

Dieser Hersteller war auch unter dem Namen Maw Son & Thompson bekannt.

 

Informationen zur Firmengeschichte

Auf dieser Flasche von 1890 steht

THE VENTNOR SPUTUM FLASK. 

Sie wurde benutzt im Royal National Hospital in Ventnor,

Isle of Wright, UK.

Die Metallverschlüsse sind leider verlorengegangen.

Der Hersteller ist unbekannt.

 

Quelle

Dieses Taschenfläschchen von 1916 kommt aus Frankreich.

So klein es auch ist, hat es doch immerhin einen Trichter und einen Bajonettverschluss. Einfach genial.

 

Im Glas eingeprägt steht

AU GENIE, PARIS, DÉPOSÉ.

 

Zu sehen ist es im Museum Flaubert in Rouen, Frankreich.

 

Quelle

Verrerie de Momignies

© Ivo Haanstra
© Ivo Haanstra

Einfache Taschenspuckflasche von Verrerie de Momignies, Belgien 1915

© Ivo Haanstra
© Ivo Haanstra

Attraktive Bodenmarke VM

Namenlose Spuckflaschen

 

Einfachste Ausführung einer Spuckflasche. Ohne jede Beschriftung und Markung.

Nur selten haben die Hersteller ihre Produkte eindeutig gekennzeichnet oder gar in ihren Katalog aufgenommen. Deshalb ist es heute so schwierig die Spuckflaschen zuzuordnen.

 

Quelle Museum of Health Care Canada